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Problematisches Glücksspiel - Schuldnerhilfe und Suchthilfe wollen mit "fair/play" helfen

Die Suchthilfe Essen und der Verein Schuldnerhilfe Essen stellen heute zusammen mit Sozialdezernent Peter Renzel ihr gemeinsames Angebot einer Glücksspielsuchtberatung für betroffene Essener vor. Das innovative Konzept "fair/play" berücksichtigt den engen Zusammenhang zwischen problematischem Spielverhalten und hoher Verschuldung. Seit dem 1. April steht mit Unterstützung der Krupp-Stiftung Essen ein qualifiziertes Hilfsangebot für betroffene Spieler und ihre Angehörigen bereit.


Bei circa 0,5% der Bevölkerung ist nach aktuellen Studien ein problematisches Spielverhalten erkennbar. Für Essen ist somit von etwa 2.800 Betroffenen auszugehen. Spieler, die an Geldspielautomaten „zocken“, bilden mit knapp 75% die größte Gruppe. Die Verluste, die Spieler an den knapp 2.000 Spielgeräten der Essener Spielhallen und Gastronomie hinnehmen mussten, beliefen sich zuletzt auf über 30 Millionen Euro.

Die Folgen des pathologischen Glücksspiels können gravierend sein: Betroffene leiden nicht selten unter Vereinsamung, Depression oder Verschuldung. Jürgen Kluwig von den LVR Kliniken Essen begrüßte hierzu die innovative fach- und trägerübergreifende Zusammenarbeit. Pathologisches Glücksspiels ist zwar seit 2001 als behandlungsbedürftige Krankheit anerkannt. Aber bisher gab es kein spezifisches Hilfsangebot für Betroffene in Essen. "Diese Lücke konnte nun geschlossen werden", freut sich Sozialdezernent Peter Renzel.

Die beiden Träger des Angebots wollen nicht nur bei problematischem Glücksspielverhalten beraten, sondern auch frühzeitig und präventiv vorbeugen. Durch Informationsveranstaltungen sollen deshalb Jugendliche und junge Heranwachsende über die Gefahren des Glücksspiels aufgeklärt werden.

Kontakt:

  • Verein Schuldnerhilfe Essen e.V. (VSE) 0201/827260
  • Suchthilfe.Direkt Essen gGmbH: 0201/86030